Gefragte Pumpentechnik von Leistritz

Leistritz Schraubenspindelpumpen und -Systeme überzeugen für Einsatz in Russland

Die Nürnberger Leistritz Pumpen GmbH zählt zu den führenden Herstellern von Schraubenspindelpumpen und hat sich in der russischen Öl- und Gasindustrie als zuverlässiger Partner etabliert. Eine breite Produktpalette, ausgereiftes Know-how und das Verständnis für seine Kunden – das ist es, was das Unternehmen auszeichnet. „Leistritz ist bereits seit Jahren auf dem russischen Markt“, erklärt Alexander Greb, Director Sales CIS bei Leistritz. „Wir haben hier schon zahlreiche interessante Projekte realisiert.“

Herausfordernder Einsatzort

Eines wurde in einem Ölfeld in Russland realisiert: Für eine große russische Ölgesellschaft lieferte Leistritz zwei Multiphasenaggregate aus. „Ihren Einsatz finden die beiden Aggregate in einer Permafrost-Region“, erzählt Greb. „Nicht nur sehr hohe Temperaturschwankungen von -40 bis +50°C stellen eine große Herausforderung an unsere Pumpen dar – auch die Auslieferung selbst war eine logistische Meisterleistung: Die Ölfelder befinden sich in einem Gebiet, das nur in den Wintermonaten von Oktober bis März befahrbar ist. Im Sommer verwandelt es sich in einen unpassierbaren Sumpf. Die einzige Lösung, die bleibt, ist der Luftweg.“ So wurden die Pumpen mithilfe des größten Hubschraubermodels der Welt an ihren Einsatzort transportiert.

Multiphasenpumpen

Multiphasenpumpen fördern Rohöl und -gas mit einer Gaskonzentration (GVF) von bis zu 100 % von den Bohrlöchern und Sammelleitungen zu zentralisierten Aufbereitungsanlagen. Sie werden zum Umschlag des unbehandelten Gas-/Flüssigkeitsgemisches mit Kapazitäten von bis zu 5.000 m³/h und Differenzdrücken von bis zu 100 bar eingesetzt. Der konventionelle Ansatz besteht darin, das Gas vom Flüssigkeitsanteil zu trennen (Kohlenwasserstoffe mit Wasser) und die beiden Phasen in separaten Rohrleitungen zu einer Sammelstelle für einen ersten Trennungsprozess zu fördern bevor sie Fernleitungen zugeführt werden. "Das ist sehr kostenintensiv: Man benötigt Separatoren, Kompressoren, Flüssigkeitspumpen, Heizgeräte oder einzelne Leitungen. Bei der ökonomischen Multiphasenpumpe fällt dies alles weg. Weiterer Pluspunkt ist auch, dass sie den Transport des Multiphasen-Gemisches zu einer zentralen Aufbereitungsanlage über nur eine Rohrleitung beschleunigt", erklärt der Pumpenfachmann.

Anpsruchsvolle Technologie

Multiphasenpumpen beruhen auf der Technik der zweispindeligen Schraubenspindelpumpen. Diese selbstansaugenden Pumpen verfügen über ein doppelflutiges Gehäuse und sind daher axial hydraulisch entlastet. Die Möglichkeit der Drehzahlregulierung mittels Frequenzumrichter-Antrieben deckt ein breites Spektrum an möglichen Betriebsfällen ab. Die Pumpe und alle sonstigen Einrichtungen, einschließlich erforderlicher Steuerungen und Elektromotoren, werden auf einem Grundrahmen in Skid-Bauweise montiert. Das spezielle Flüssigkeits-Managementsystem von Leistritz garantiert einen Betrieb mit bis zu 100 % GVF. Ein sehr wichtiger Aspekt muss erwähnt werden: Durch Einsatz von Multiphasenpumpen wird das Abfackeln von Gas weitgehend vermieden. Durch den Transport des gesamten Gas-/Flüssigkeitsgemisches in einer Pumpe trägt man nicht nur weniger Umweltbelastungen Umwelt bei, sondern auch einer effizienteren Nutzung unserer Energieressourcen.

L4-Booster Pumpe von Leistritz

Ein weiteres, aktuelles Beispiel findet man weiter südlich in der Komi Republik, mitten in der kaum besiedelten Taiga und Tundra-Region. Dort arbeiten drei Booster-Pumpen der L4 Baureihe von Leistritz. „Ihre Aufgabe ist die Druckerhöhung in der Pipeline. Sie fördern das aufbereitete Öl von der Station in das Hauptpipelinenetz“, so Greb. Die hier eingesetzten zweispindelige, doppelflutigen Pumpen sind für Medien im Viskositätsbereich von bis zu 150.000 cSt geeignet. Sie können Förderströme von bis zu 2.000 m³ realisieren und werden für Differenzdrücke von maximal 150 bar eingesetzt.

Leistritz Pumpen Team Leistritz Pumpen GmbH